Story Entwicklung 15 Jahre GVZ Region Augsburg: Vom Startsignal zum starken Logistik-Hotspot

Im Oktober feierte das Güterverkehrszentrum Region Augsburg (GVZ) einen besonderen Meilenstein.

Ziele vor 15 Jahren:

  • Entwicklung des Areals zu einem der leistungsfähigsten Logistikstandorte Süddeutschlands

Vor genau 15 Jahren jährte sich die Verkehrsfreigabe des GVZ Region Augsburg inklusive der neuen Straßenanbindung an die vierspurige B17/B2 Richtung Landsberg und Donauwörth. Damit wurde die Infrastruktur des Zentrums offiziell für den logistischen Betrieb freigegeben. Seither hat sich das Areal zu einem der leistungsfähigsten Logistikstandorte Süddeutschlands entwickelt. Grund genug, einen Blick zurück – und nach vorn – zu werfen: Welche Visionen standen am Anfang? Und was wurde davon erreicht?

Darum geht’s:

  • Große Player prägten von Anfang an den Standort
  • Ambitioniertes Ziel von Anfang an: Die Entwicklung eines Containerbahnhofs als Herzstück des intermodalen Verkehrs
  • Alleinstellungsmerkmal: Hoher Grün- und Ausgleichsflächenanteil: 40 von 112 Hektar dienen ökologischen Funktionen

Starker Start mit starken Playern

Zum Projektbeginn lag der Fokus darauf, die Logistik- und Dienstleistungsflächen im „Sondergebiet GVZ“ gezielt zu vermarkten. Große, strategisch zugeschnittene Grundstücke sollten zügig verkauft werden. Bereits früh gelang dies beeindruckend gut: Ende 2012 waren rund 42 % der insgesamt 112 Hektar belegt – ein deutlicher Erfolg in der Aufbauphase. Von Anfang an setzten große Player auf den Standort: Prologis sicherte sich rund 93.000 m² Fläche für moderne Logistik- und Servicegebäude. Mercedes-Benz etablierte eines der modernsten Nutzfahrzeugzentren Europas und Kloiber schuf ein leistungsfähiges Container-Depot. Mit diesen Ansiedlungen und einem professionellen Standortmanagement wurden der Grundstein für die langfristige Attraktivität des GVZ gelegt.

Herzstück Containerbahnhof

Zudem stand schon damals ein ambitioniertes Ziel im Raum: Die Entwicklung eines Containerbahnhofs als Herzstück des intermodalen Verkehrs – ein entscheidender Schritt hin zum Schienen-Straßen-Knotenpunkt. Der Containerbahnhof war von Beginn an das zentrale Zukunftsprojekt. Mit einer geplanten Kapazität von bis zu 100.000 Ladeeinheiten sollte er die Region stärker an internationale Warenströme anbinden. Heute zeigt sich: Der Weg ist geebnet. Mit dem Kauf eines 85.000 m² großen Areals durch die DB Netz AG im Jahr 2022 und dem derzeit laufenden Bau des Containerbahnhofs befindet sich das Projekt im finalen Umsetzungsschritt. Die Inbetriebnahme ist für den Fahrplanwechsel im Dezember 2026 vorgesehen. Das Infrastrukturprojekt wird künftig ein bedeutender Hebel für die regionale Wirtschaft und deren Logistik sein.

Überdurchschnittlich viel Grün – gelebte Nachhaltigkeit

Ein Alleinstellungsmerkmal des GVZ bleibt sein hoher Grün- und Ausgleichsflächenanteil: 40 von 112 Hektar dienen ökologischen Funktionen. Klare Leitbilder, entwickelt in enger Zusammenarbeit mit Fachbehörden des Naturschutzes, sind bis heute ein echtes Standortplus für Unternehmen, Mitarbeitende und die wohnortnahe Bevölkerung. So bietet das GVZ mit Streuobstwiesen, Biotopen und Gehölzen strukturreiche Flächen für Pflanzen und Tiere. Sahnehäubchen ist der „Grüne Pfad“ mit sechs Informationstafeln zu Fauna und Flora der Ausgleichsflächen.

Erfolgskurs

  • Hoher Vermarktungsstand
  • Attraktive Rahmenbedingungen, Kontinuität und Standortqualität
  • Welweit führende Logistikdienstleister vor Ort

Heute: Ein Standort, der liefert

Mit einem aktuellen Vermarktungsstand von rund 92 % ist das GVZ heute nahezu komplett belegt. Die Ansiedlungsstrategie geht auf, und der Standort überzeugt durch attraktive Rahmenbedingungen. Die Pioniere der Anfangszeit sind bis heute essenziell für das GVZ. Weitere wichtige Akteure kamen hinzu und prägten das GVZ auf seinem Erfolgskurs. Um nur einige zu nennen: Darunter DSV Solutions GmbH (DB Schenker) einer der führenden global integrierten Logistikdienstleister, der durch die Vernetzung von Schienengüterverkehr und Straßenlogistik die Region zu einem wichtigen Logistik-Hub für Unternehmen macht. Oder auch Hellmann, ein internationaler Logistikdienstleister, der mit festen Partnern in Deutschland und Europa eine hohe Abfahrtsdichte gewährleistet und jede logistische und speditionelle Herausforderung erfüllen kann. Diese Kontinuität unterstreicht die Standortqualität und die dauerhafte Attraktivität des GVZ für Investoren und Betriebe. Aber auch logistiknahe Dienstleister wie Ziegler Gabelstapler, Logistiker für den kombinierten Verkehr wie Kloiber und auch ein Businesshotel mit 132 Zimmern runden das GVZ ab.

GVZ heute

  • Ein erfolgreich entwickelter Logistik-Hotspot
  • Containerbahnhof auf der Zielgeraden, leistungsstarkes, intermodales Drehkreuz
  • Bis zu 2.500 Arbeits- und Ausbildungsplätze im Endausbau

Ein Standort mit Vergangenheit – und Zukunft

15 Jahre nach der Verkehrsfreigabe präsentiert sich das GVZ Region Augsburg als erfolgreich entwickelter Logistik-Hotspot: weitgehend vermarktet, mit starken, langfristig ansässigen Unternehmen und klaren strategischen Perspektiven. Der kurz vor der Fertigstellung stehende Containerbahnhof wird das Profil des Standorts weiter schärfen – und den Schritt vom Logistik- und Dienstleistungsareal zum leistungsstarken intermodalen Drehkreuz vollenden. Im Endausbau werden im GVZ bis zu 2.500 Arbeits- und Ausbildungsplätze entstehen. Das bestätigt den wirtschaftlichen Stellenwert des Standorts für die gesamte Region.

Für B2B-Entscheider, insbesondere aus dem Großraum Augsburg und München, zeigt sich: Das GVZ ist ein verlässlicher, wachsender und nachhaltig aufgestellter Standort mit ausgezeichneter Anbindung an Autobahn, Bundesstraßen und künftig noch stärker an die Schiene.

Vor 15 Jahren hieß es in einem Beitrag unseres GVZ-Magazins Aktuell: ‚Kombinierter Verkehr ist ein Schlüssel zu Grüner Logistik. Bis im GVZ-Terminal der erste Container vom Zug geladen wird, müssen einige Hürden genommen werden.‘ Ich bin stolz, das GVZ Region Augsburg über eine lange Etappe und zusammen mit meinen geschätzten Kolleginnen und Kollegen in seiner Entwicklung begleitet zu haben. Und heute freue ich mich, die Früchte langjährigen gemeinsamen Engagements vieler Akteure gedeihen und reifen zu sehen“, so Ralf Schmidtmann, Geschäftsführer der GVZ-Entwicklungsmaßnahmen GmbH, der seit Mai des Jahres 2010 im GVZ mit im Boot sitzt.

Ralf Schmidtmann, GVZ Augsburg

Drei Tipps

  • 1 Interkommunales Projekt mit einem Zweckverband
  • 2 Nachhaltigkeit früh mitdenken
  • 3 Kontinuität bietet Verlässlichkeit und Perspektive

Weiterführende Links

 

  • Mehr zur Nachhaltigkeit im GVZ: Link
  • Mehr über den Containerbahnhof: Link
  • Portrais starker Player vor Ort: Link

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