Veröffentlicht am 19. Mai 2026
Nachbericht zur Informationsveranstaltung
Großes Interesse am neuen Umschlagterminal im GVZ Augsburg – Wirtschaft und Logistikbranche sehen starke Impulse für die Region
Auf großes Interesse aus Wirtschaft und Logistik stieß die Informationsveranstaltung zum im Bau befindlichen neuen Umschlagterminal am Güterverkehrszentrum (GVZ) Region Augsburg am 5. Mai 2026. Rund 60 Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, sich vor Ort und in der anschließenden Infoveranstaltung ein Bild vom Baufortschritt zu machen und sich über die künftige Rolle des Terminals für den Kombinierten Verkehr (KV) auszutauschen.
Mit dem Bau des neuen Umschlagterminals will die gemeinwohlorientierte Infrastrukturgesellschaft der Deutschen Bahn (DB InfraGO) das GVZ zu einem leistungsfähigen Logistikstandort weiterentwickeln und mehr Güterverkehr auf die umweltfreundliche Schiene verlagern. Künftig sollen hier rund 62.000 Ladeeinheiten pro Jahr umgeschlagen werden – mit Ausbaupotenzial auf über 100.000.
GVZ Augsburg als leistungsfähiges Logistikdrehkreuz
Das GVZ Region Augsburg hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Logistikstandorte in Süddeutschland entwickelt. Die Lage an der A8 sowie den Bundesstraßen B2 und B17 und die direkte Anbindung an das Schienennetz bieten ideale Voraussetzungen für den Kombinierten Verkehr.
Mit dem neuen KV-Terminal wird diese Rolle weiter ausgebaut. Es ersetzt perspektivisch den bisherigen Standort in Augsburg-Oberhausen und schafft dringend benötigte Kapazitäten für die wachsende Wirtschaftsregion.
Zugleich verbessert sich die Anbindung deutlich: Das Terminal wird über ein neues Zuführgleis direkt an den Rangierbahnhof Augsburg angebunden und ist straßenseitig unmittelbar mit B17 und A8 verknüpft. Damit entsteht ein leistungsfähiger Knotenpunkt zwischen Straße und Schiene. Die Aufnahme des Terminalbetriebs ist nach aktuellem Planungsstand für Mitte 2027 vorgesehen.
Bedeutung für Betrieb und Region
Als künftige Betreiberin des Terminals sieht die Deutsche Umschlaggesellschaft Schiene-Straße (DUSS) mbH großes Potenzial für den Standort.
Andreas Schulz, Vorsitzender der Geschäftsführung, erklärt:
„Mit Augsburg-Gersthofen nehmen wir ein neues Terminal für den Kombinierten Verkehr mit teilautomatisierten Betriebsabläufen in Betrieb und schließen damit eine Lücke zwischen unseren Standorten in Ulm und München-Riem. Augsburg bietet den Kunden in der Region einen effizienten Zugang zum System Schiene mit kurzen Durchlaufzeiten und niedrigen Prozesskosten.“
Auch aus Sicht der Industrie- und Handelskammer Schwaben ist das Projekt ein wichtiger Schritt für die Wettbewerbsfähigkeit der Region. Dr. Kristin Wirth, Mobility Consultant der IHK Schwaben, ergänzt:
„Dass der Umschlagbahnhof für Augsburg nach Jahrzehnten nun in greifbare Nähe rückt, ist eine gute Nachricht für die Region und macht Bayerisch-Schwaben als Wirtschaftsstandort attraktiver. Logistiker und die IHK haben lange darum gekämpft, diesen Wettbewerbsnachteil zu beseitigen.“
Stimmen aus der Branche
In der Podiumsdiskussion wurde deutlich, dass das neue KV-Terminal nicht nur zusätzliche Kapazitäten schafft, sondern auch neue Verbindungen und Marktchancen eröffnet.
Ruby van der Sluis, Geschäftsführerin der LOKOMOTION Gesellschaft für Schienentraktion mbH, betont die starke Nachfrage und die Bedeutung der Infrastruktur:
„Die aktuellen Kundenanfragen zeigen, dass ein neues Terminal großes Marktinteresse weckt – sowohl für regionale und nationale Transporte als auch für internationale Verbindungen, beispielsweise nach Italien. Ein neues Terminal ist jedoch nur so gut wie seine Anbindung: Entscheidend sind ausreichende Trassenkapazitäten in Nord-Süd-Richtung sowie Gleiskapazitäten zur Zwischenabstellung und für zukünftige Wachstumsszenarien.“
Für die regionalen Logistikunternehmen steht vor allem die Effizienz im Vordergrund – durch kürzere Vor- und Nachläufe sowie bessere Einbindung in bestehende Netzwerke. Das bestätigt Ferdinand Kloiber, Geschäftsführer der Kloiber GmbH: „Mit dem neuen KV-Terminal in Augsburg wird eine bisher bestehende Lücke im intermodalen Netzwerk zwischen Ulm und München geschlossen. Dadurch verkürzen sich die Vor- und Nachlaufstrecken erheblich – Transporte werden effizienter, wirtschaftlicher und zugleich umweltfreundlicher.“
Auch für die Weiterentwicklung bestehender Transportnetzwerke und Angebote im Hinterlandverkehr eröffnet der Standort neue Perspektiven. Christian Süß, Head of Region South bei TFG Transfracht GmbH, erklärt: „Augsburg ist für die TFG seit Jahren ein wichtiger Terminalstandort im Hafenhinterlandverkehr. Wir freuen uns sehr, am neuen Standort im GVZ weiter auf Wachstumskurs gehen zu können und für die schwäbische Wirtschaft unser Leistungsspektrum weiterzuentwickeln.“
Fazit der Veranstaltung
Die Veranstaltung hat gezeigt: Das KV-Terminal im GVZ Augsburg trifft auf eine hohe Nachfrage und wird für viele Unternehmen konkrete Verbesserungen bringen. Gleichzeitig stärkt es den Schienengüterverkehr und damit die nachhaltige Entwicklung der Region. Augsburg positioniert sich damit weiter als wichtiger Knotenpunkt im nationalen und europäischen Logistiknetz.
Ralf Schmidtmann, Geschäftsführer der GVZ-Entwicklungsmaßnahmen GmbH, zieht ein positives Fazit: „Nach vielen Jahren der Planung wird mit dem KV-Terminal Augsburg-Gersthofen nun sichtbar, was interkommunale Zusammenarbeit und partnerschaftliches Engagement bewirken können. Die sehr positive Resonanz aus Industrie, Wirtschaft und von den KV-Akteuren bestärkt uns darin, als GVZ eine aktive Rolle bei der Entwicklung und Nutzung des Terminals zu übernehmen und den kombinierten Verkehr in der Region nachhaltig zu stärken.“
Unterstützt wurde die Veranstaltung von der Deutsche Umschlaggesellschaft Schiene - Straße (DUSS) mbH, Kloiber GmbH, DSV Solutions GmbH und Spedition Ansorge GmbH & CO. KG. Für die fachliche Durchführung war das LKZ Prien verantwortlich.
Das für Planung und Bau des Umschlagterminals verantwortliche Projektteam der DB InfraGO AG organisierte im Vorfeld eine Baustellenführung und gab Einblicke in den aktuellen Baufortschritt.
Auf großes Interesse aus Wirtschaft und Logistik stieß die Informationsveranstaltung zum im Bau befindlichen neuen Umschlagterminal am Güterverkehrszentrum (GVZ) Region Augsburg am 5. Mai 2026. Rund 60 Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, sich vor Ort und in der anschließenden Infoveranstaltung ein Bild vom Baufortschritt zu machen und sich über die künftige Rolle des Terminals für den Kombinierten Verkehr (KV) auszutauschen.
Mit dem Bau des neuen Umschlagterminals will die gemeinwohlorientierte Infrastrukturgesellschaft der Deutschen Bahn (DB InfraGO) das GVZ zu einem leistungsfähigen Logistikstandort weiterentwickeln und mehr Güterverkehr auf die umweltfreundliche Schiene verlagern. Künftig sollen hier rund 62.000 Ladeeinheiten pro Jahr umgeschlagen werden – mit Ausbaupotenzial auf über 100.000.
GVZ Augsburg als leistungsfähiges Logistikdrehkreuz
Das GVZ Region Augsburg hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Logistikstandorte in Süddeutschland entwickelt. Die Lage an der A8 sowie den Bundesstraßen B2 und B17 und die direkte Anbindung an das Schienennetz bieten ideale Voraussetzungen für den Kombinierten Verkehr.
Mit dem neuen KV-Terminal wird diese Rolle weiter ausgebaut. Es ersetzt perspektivisch den bisherigen Standort in Augsburg-Oberhausen und schafft dringend benötigte Kapazitäten für die wachsende Wirtschaftsregion.
Zugleich verbessert sich die Anbindung deutlich: Das Terminal wird über ein neues Zuführgleis direkt an den Rangierbahnhof Augsburg angebunden und ist straßenseitig unmittelbar mit B17 und A8 verknüpft. Damit entsteht ein leistungsfähiger Knotenpunkt zwischen Straße und Schiene. Die Aufnahme des Terminalbetriebs ist nach aktuellem Planungsstand für Mitte 2027 vorgesehen.
Bedeutung für Betrieb und Region
Als künftige Betreiberin des Terminals sieht die Deutsche Umschlaggesellschaft Schiene-Straße (DUSS) mbH großes Potenzial für den Standort.
Andreas Schulz, Vorsitzender der Geschäftsführung, erklärt:
„Mit Augsburg-Gersthofen nehmen wir ein neues Terminal für den Kombinierten Verkehr mit teilautomatisierten Betriebsabläufen in Betrieb und schließen damit eine Lücke zwischen unseren Standorten in Ulm und München-Riem. Augsburg bietet den Kunden in der Region einen effizienten Zugang zum System Schiene mit kurzen Durchlaufzeiten und niedrigen Prozesskosten.“
Auch aus Sicht der Industrie- und Handelskammer Schwaben ist das Projekt ein wichtiger Schritt für die Wettbewerbsfähigkeit der Region. Dr. Kristin Wirth, Mobility Consultant der IHK Schwaben, ergänzt:
„Dass der Umschlagbahnhof für Augsburg nach Jahrzehnten nun in greifbare Nähe rückt, ist eine gute Nachricht für die Region und macht Bayerisch-Schwaben als Wirtschaftsstandort attraktiver. Logistiker und die IHK haben lange darum gekämpft, diesen Wettbewerbsnachteil zu beseitigen.“
Stimmen aus der Branche
In der Podiumsdiskussion wurde deutlich, dass das neue KV-Terminal nicht nur zusätzliche Kapazitäten schafft, sondern auch neue Verbindungen und Marktchancen eröffnet.
Ruby van der Sluis, Geschäftsführerin der LOKOMOTION Gesellschaft für Schienentraktion mbH, betont die starke Nachfrage und die Bedeutung der Infrastruktur:
„Die aktuellen Kundenanfragen zeigen, dass ein neues Terminal großes Marktinteresse weckt – sowohl für regionale und nationale Transporte als auch für internationale Verbindungen, beispielsweise nach Italien. Ein neues Terminal ist jedoch nur so gut wie seine Anbindung: Entscheidend sind ausreichende Trassenkapazitäten in Nord-Süd-Richtung sowie Gleiskapazitäten zur Zwischenabstellung und für zukünftige Wachstumsszenarien.“
Für die regionalen Logistikunternehmen steht vor allem die Effizienz im Vordergrund – durch kürzere Vor- und Nachläufe sowie bessere Einbindung in bestehende Netzwerke. Das bestätigt Ferdinand Kloiber, Geschäftsführer der Kloiber GmbH: „Mit dem neuen KV-Terminal in Augsburg wird eine bisher bestehende Lücke im intermodalen Netzwerk zwischen Ulm und München geschlossen. Dadurch verkürzen sich die Vor- und Nachlaufstrecken erheblich – Transporte werden effizienter, wirtschaftlicher und zugleich umweltfreundlicher.“
Auch für die Weiterentwicklung bestehender Transportnetzwerke und Angebote im Hinterlandverkehr eröffnet der Standort neue Perspektiven. Christian Süß, Head of Region South bei TFG Transfracht GmbH, erklärt: „Augsburg ist für die TFG seit Jahren ein wichtiger Terminalstandort im Hafenhinterlandverkehr. Wir freuen uns sehr, am neuen Standort im GVZ weiter auf Wachstumskurs gehen zu können und für die schwäbische Wirtschaft unser Leistungsspektrum weiterzuentwickeln.“
Fazit der Veranstaltung
Die Veranstaltung hat gezeigt: Das KV-Terminal im GVZ Augsburg trifft auf eine hohe Nachfrage und wird für viele Unternehmen konkrete Verbesserungen bringen. Gleichzeitig stärkt es den Schienengüterverkehr und damit die nachhaltige Entwicklung der Region. Augsburg positioniert sich damit weiter als wichtiger Knotenpunkt im nationalen und europäischen Logistiknetz.
Ralf Schmidtmann, Geschäftsführer der GVZ-Entwicklungsmaßnahmen GmbH, zieht ein positives Fazit: „Nach vielen Jahren der Planung wird mit dem KV-Terminal Augsburg-Gersthofen nun sichtbar, was interkommunale Zusammenarbeit und partnerschaftliches Engagement bewirken können. Die sehr positive Resonanz aus Industrie, Wirtschaft und von den KV-Akteuren bestärkt uns darin, als GVZ eine aktive Rolle bei der Entwicklung und Nutzung des Terminals zu übernehmen und den kombinierten Verkehr in der Region nachhaltig zu stärken.“
Unterstützt wurde die Veranstaltung von der Deutsche Umschlaggesellschaft Schiene - Straße (DUSS) mbH, Kloiber GmbH, DSV Solutions GmbH und Spedition Ansorge GmbH & CO. KG. Für die fachliche Durchführung war das LKZ Prien verantwortlich.
Das für Planung und Bau des Umschlagterminals verantwortliche Projektteam der DB InfraGO AG organisierte im Vorfeld eine Baustellenführung und gab Einblicke in den aktuellen Baufortschritt.