Tag der Logistik 2018 800 Meter am imaginären Gleis

26 Teilnehmer wandern am Tag der Logistik mit Breze als Wegzehrung 800 Meter quer durch das Gelände. Am Ende verstehen sie warum Infrastrukturprojekte Zeit brauchen und können sich vorstellen, wie die ersten Güterzüge einrollen.

Wie notwendig der Umschlagknoten bereits heute ist, untermalen während der 90-minütigen Veranstaltung insgesamt sieben Güterzüge, die auf der parallelen Stammstrecke der Deutschen Bahn vorbeirauschen.

Gleich an der ersten Station rauscht ein Zug mit Autos vorbei. „Er kommt aus Italien und wie gerufen“, stellt Wolfgang Müller fest und startet die Erklärungen was für so einen 740 Meter langen Ganzzug im GVZ gebaut wird. Er beschreibt, wie sie mit 25 Kilometer pro Stunde in den Containerbahnhof einfahren werden. Er spricht von Ladeeinheiten, weil nicht nur Container zum Umschlag kommen, sondern auch Wechselbrücken und Sattelauflieger. Vor dem geistigen Auge der Teilnehmer entstehen entlang der Ladegleise Pufferflächen, sie sehen die an- und abfahrenden Lkw und können sich vorstellen, wie mobile Ladegeräte und später ein 28 Meter hoher Portalkran die Züge be- und entladen.

Wie komplex die Planung der Anlage ist, verstehen die Teilnehmer, weil Müller den Prozess der Genehmigung mit bis zu 70 Trägern öffentlicher Belange anschaulich erklärt. Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens muss die Regierung von Oberbayern als Genehmigungsbehörde alle Stellungnahmen dieser Träger öffentlicher Belange prüfen. Zweimal macht er Pause, weil weitere Güterzüge kommen. Danach erzählt er, wie sich die Novellierung der Vorschriften zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen in so langen Planungszyklen auswirkt.

Asphalt, Flächenversiegelung, kein Platz mehr für Fauna und Flora, diesen an sich erschreckenden Aspekt greift Armin Baur vom Amt für Grünordnung. Naturschutz und Friedhofswesen der Stadt Augsburg auf und betont: „Große Flächen sind nicht per se ein böser Bube!“ Er erzählt von Rebhühnern, die wissen, dass sie auf der Fläche des Containerbahnhofs vor Jägern sicher sind und von Lurchen, die sich über brütend heißem Asphalt in der Sonne freuen. Zudem sei das GVZ ein Vorzeigebeispiel, weil die Flächen von langer Hand geplant sind, mit Blick auf Brutvögel als beweidete Wiese vorgehalten werden und die Ausgleichsflächen lange vor dem Bau geschaffen wurden.

Mit einem Blick auf die Entwicklung der Flächen rund um den Containerbahnhof und auf das gesamte Areal rundet GVZ-Geschäftsführer Ralf Schmidtmann die Veranstaltung ab und fasst die Intention zusammen: „Der von der Bundesvereinigung Logistik initiierte Aktionstag ist eine sehr gute Gelegenheit für alle Interessierten, einen Blick hinter die Kulissen zu wagen. Es ist eine bundesweite Aktion.“ Insgesamt haben an diesem Tag 35.000 Menschen in 320 Veranstaltungen die Gelegenheit ergriffen.

Es ist eine gute Initiative, sind sich die Teilnehmer einig. Ihnen ist klarer, welche Bedeutung die Logistik für den Wirtschaftsstandort Deutschland hat und welche Rolle eine gut ausgebaute Infrastruktur für die Region Augsburg spielt. Immerhin ist die Logistik nach der Automobilwirtschaft und dem Handel mit rund 258 Milliarden Umsatz (2016) der drittgrößte Wirtschaftsbereich mit mehr als 2,9 Millionen Beschäftigten.

Nach dem Motto „Logistik macht’s möglich“ ist der nächste Tag der Logistik am 11. April 2019. Das GVZ Region Augsburg wird wieder mit von der Partie sein. Anregungen für die nächste Veranstaltung sind willkommen. Kurze Mail an gvz@augsburg.de reicht.

26 Teilnehmer wandern am Tag der Logistik mit Breze als Wegzehrung 800 Meter quer durch das Gelände. Am Ende verstehen sie warum Infrastrukturprojekte Zeit brauchen und können sich vorstellen, wie die ersten Güterzüge einrollen.

Wie notwendig der Umschlagknoten bereits heute ist, untermalen während der 90-minütigen Veranstaltung insgesamt sieben Güterzüge, die auf der parallelen Stammstrecke der Deutschen Bahn vorbeirauschen.

Gleich an der ersten Station rauscht ein Zug mit Autos vorbei. „Er kommt aus Italien und wie gerufen“, stellt Wolfgang Müller fest und startet die Erklärungen was für so einen 740 Meter langen Ganzzug im GVZ gebaut wird. Er beschreibt, wie sie mit 25 Kilometer pro Stunde in den Containerbahnhof einfahren werden. Er spricht von Ladeeinheiten, weil nicht nur Container zum Umschlag kommen, sondern auch Wechselbrücken und Sattelauflieger. Vor dem geistigen Auge der Teilnehmer entstehen entlang der Ladegleise Pufferflächen, sie sehen die an- und abfahrenden Lkw und können sich vorstellen, wie mobile Ladegeräte und später ein 28 Meter hoher Portalkran die Züge be- und entladen.

Wie komplex die Planung der Anlage ist, verstehen die Teilnehmer, weil Müller den Prozess der Genehmigung mit bis zu 70 Trägern öffentlicher Belange anschaulich erklärt. Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens muss die Regierung von Oberbayern als Genehmigungsbehörde alle Stellungnahmen dieser Träger öffentlicher Belange prüfen. Zweimal macht er Pause, weil weitere Güterzüge kommen. Danach erzählt er, wie sich die Novellierung der Vorschriften zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen in so langen Planungszyklen auswirkt.

Asphalt, Flächenversiegelung, kein Platz mehr für Fauna und Flora, diesen an sich erschreckenden Aspekt greift Armin Baur vom Amt für Grünordnung. Naturschutz und Friedhofswesen der Stadt Augsburg auf und betont: „Große Flächen sind nicht per se ein böser Bube!“ Er erzählt von Rebhühnern, die wissen, dass sie auf der Fläche des Containerbahnhofs vor Jägern sicher sind und von Lurchen, die sich über brütend heißem Asphalt in der Sonne freuen. Zudem sei das GVZ ein Vorzeigebeispiel, weil die Flächen von langer Hand geplant sind, mit Blick auf Brutvögel als beweidete Wiese vorgehalten werden und die Ausgleichsflächen lange vor dem Bau geschaffen wurden.

Mit einem Blick auf die Entwicklung der Flächen rund um den Containerbahnhof und auf das gesamte Areal rundet GVZ-Geschäftsführer Ralf Schmidtmann die Veranstaltung ab und fasst die Intention zusammen: „Der von der Bundesvereinigung Logistik initiierte Aktionstag ist eine sehr gute Gelegenheit für alle Interessierten, einen Blick hinter die Kulissen zu wagen. Es ist eine bundesweite Aktion.“ Insgesamt haben an diesem Tag 35.000 Menschen in 320 Veranstaltungen die Gelegenheit ergriffen.

Es ist eine gute Initiative, sind sich die Teilnehmer einig. Ihnen ist klarer, welche Bedeutung die Logistik für den Wirtschaftsstandort Deutschland hat und welche Rolle eine gut ausgebaute Infrastruktur für die Region Augsburg spielt. Immerhin ist die Logistik nach der Automobilwirtschaft und dem Handel mit rund 258 Milliarden Umsatz (2016) der drittgrößte Wirtschaftsbereich mit mehr als 2,9 Millionen Beschäftigten.

Nach dem Motto „Logistik macht’s möglich“ ist der nächste Tag der Logistik am 11. April 2019. Das GVZ Region Augsburg wird wieder mit von der Partie sein. Anregungen für die nächste Veranstaltung sind willkommen. Kurze Mail an gvz@augsburg.de reicht.

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