Tag der Logistik im GVZ: Logistik aus Krötenperspektive

Am vergangenen Donnerstag beteiligte sich das GVZ Region Augsburg bereits zum vierten Mal am bundesweiten Tag der Logistik, der auf Initiative der Bundesvereinigung für Logistik e. V. jedes Jahr am dritten Donnerstag im April stattfindet. 23 Teilnehmer erkundeten das Gelände und lernten das GVZ im Schnittpunkt der A 8 und B 17 von seiner grünen Seite kennen.

Als eine von über 400 Veranstaltungen mit insgesamt 34.000 Teilnehmern zeigte das GVZ Region Augsburg wie Logistik, Mensch und Natur Hand in Hand gehen. Hier arbeiten, umgeben von 27 Hektar Grün- und 22 Hektar Ausgleichsfläche, Logistikgrößen wie Honold, Dachser, Schenker oder Hermes. Auf der zweistündigen Wanderung durch das weitläufige Gelände schärfte Armin Baur vom Grünamt der Stadt Augsburg den Blick der Teilnehmer für die Artenvielfalt der Tiere und Pflanzen. Ralf Schmidtmann, Geschäftsführer der GVZ-Entwicklungsgesellschaft GmbH, ergänzte das Bild mit Informationen zum Stand der Vermarktung und wirtschaftlichen Entwicklung. „Wir sind so oft da, aber man weiß nicht alles“, staunt eine Teilnehmerin über das ausgeklügelte System für Logistik, Tiere und Menschen, in dem LKW durch baumgesäumte Alleen fahren und Kröten auf einem eigenen Trail mit Straßenuntertunnelung hüpfen. Auf den weiten Grün- und Ausgleichsflächen besichtigt die Wandergruppe offene Erdsteilhänge für das Gelege der Zauneidechse und abgestorbenes Gehölz in dem der Todholzkäfer seine Brutstätte anlegt. Sie begegnet Schafen und Eseln, die als kosteneffektive Rasenmäher durch das Gelände ziehen. Der Blick vom Hügel mit Gipfelkreuz zeigt auf der einen Seite Streuobstwiesen als Nistplatz für Vögel und auf der anderen Seite die immensen Dächer der Logistikhallen, von denen das Regenwasser in speziell angelegte Gräben zwischen Gebäude und Straße versickert. Ohne Rückstau im stark verdichteten Lößboden der ehemals landwirtschaftlichen Fläche, denn jeder Alleebaum ist mit einem Sickerstab zur sechs Meter tiefer liegenden Kiesschicht ausgerüstet. Mit solchen Details hat die GVZ-Entwicklungsgesellschaft in einem langjährigen Prozess Anforderungen von Wirtschaft, Mensch und Natur unter einen Hut gebracht. Wo früher eintönige Felder waren findet heute sowohl die Logistik als auch die Natur Platz für Artenvielfalt und Wachstum. „Ohne kontinuierliche Informationen über die Entwicklungen im GVZ sehen viele Menschen die Logistik lediglich als Flächenfresser und Belastung“, stellt Geschäftsführer Ralf Schmidtmann fest. „Deshalb nutzen wir den Tag der Logistik bereits zum vierten Mal als Kommunikationsplattform, die den offenen Austausch mit Bürgern auf unkomplizierte Art ermöglicht.“

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