FAQs für Logistik-Experten (Firmen im GVZ oder Verlader aus der Region)


Terminal, Containerterminal, Verkehrsterminal, Umschlag-, Container- oder Güterbahnhof? Welchen Begriff verwenden Sie?

Wir haben uns in der Kommunikation auf den Begriff "Containerbahnhof" geeinigt, weil er in Fach- und Laienkreisen verständlich ist.


Was ist geplant?

Geplant ist ein Containerbahnhof mit vier Umschlaggleisen, einem Umfahrgleis und zwei Zugbildungsgleisen. Im Endausbau beträgt die kranbare Länge 700 Meter mit drei eingesetzten Schienenportalkränen. Die Kranbahn umfasst Abstellspuren plus Fahr-, Lade- und Rückfahrspur. Die Bodenabstellkapazität beträgt ungestapelt rund 250 TEU. Auf dem Gelände sind Gebäude für die Disposition und Verwaltung, Parkplätze für Lkw und Pkw, Anlagen für die Trink- und Löschwasserversorgung, die Löschwasserbevorratung und die Oberflächenwasser- und Schmutzwasserabführung geplant.


Wie fahren die Züge ins GVZ ein?

Der Containerbahnhof wird an das Netz der DB, Bahnstrecke 5305 Augsburg Rangierbahnhof-Hirblinger Straße via Weiche 54 bei Strecken-km 3,5 angeschlossen. Verbindung ist das bestehende DB-Gleis UW 2 und ein Zuführungsgleis an das DB-Gleis UW 2. Geplant ist eine Schrankenanlage und Videoüberwachung der Ein- und Ausfahrbereiche an den Eisenbahnüberführungen Gablinger Weg und Karlsruher Straße.


Wo wird der Containerbahnhof gebaut?

Der Containerbahnhof entsteht auf der Nord-Süd-Achse in paralleler Lage zur Bahnstrecke Augsburg-Nördlingen.


Wie sieht die Zeitachse für Planung und Bau des Containerbahnhofes aus?

Seit dem 29. September 2017 ist das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen. Die Regierung von Oberbayern hat den Containerbahnhof genehmigt. Aktuell plant die Terminalinvestitionsgesellschaft Augsburg (TIA) mbH die baulichen Details. Auf dieser Basis stellt sie den Antrag auf Förderung beim Eisenbahnbundesamt (EBA). Mit dem Bescheid kann die europaweite Ausschreibung für den Bau des Containerbahnhofs starten.


Wie hoch sind die Investitionskosten?

Die Investitionskosten belaufen sich auf 30-33 Millionen Euro.


Wird der Bahnhof mit staatlichen Haushaltsmitteln gefördert?

Der Bund fördert den Bau im Rahmen der  "Richtlinie zur Förderung von Umschlaganlagen des Kombinierten Verkehrs nicht bundeseigener Unternehmen".


Warum dauert die Planung eines Containerbahnhofs so lange?

Neben sich ändernden Rahmenbedingungen der Förderung hat insbesondere die Erteilung des Planfeststellungsbeschlusses mehr Zeit in Anspruch genommen. Hintergrund ist, dass zunächst die "Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen" in Kraft treten musste, bevor der Planfeststellungsbeschluss erteilt werden konnte.


Wie viel Belastung (Lärm/Verkehr/Erschütterungen) verursacht der Bau des Containerbahnhofs?

Während der Bauarbeiten sind Überschreitungen der Grenzwerte der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Schutz gegen Baulärm (AVV Baulärm) nach dem Stand der Technik auf ein unvermeidbares Maß zu reduzieren. Hierzu sind lärmarme Baumaschinen und Bauverfahren anzuwenden und Bautätigkeiten mit hoher Schallemission in günstigen Zeitbereichen – Montag bis Freitag zwischen 8 Uhr und 18 Uhr – und möglichst in einem Stück abzuarbeiten. Arbeiten mit lauten Baumaschinen sind generell auf den Zeitraum von 7 Uhr bis 20 Uhr zu begrenzen.


Was schlägt der Containerbahnhof um?

Ladeeinheiten im Umschlag sind Container, Wechselbrücken und Sattelauflieger, die auch Gefahrgut beinhalten können.


Welche Kapazitäten bietet der Containerbahnhof?

In der ersten Ausbaustufe wird mit einem Umschlagvolumen von 60.000 Ladeeinheiten und in der Endausbaustufe mit Portalkran von 80.000 Ladeeinheiten pro Jahr gerechnet.


Welche besonderen Services bietet das Terminal?

Der Containerbahnhof umfasst eine stationäre Bremsprobeanlage, ist auf Gefahrgutumschlag (RID/ADR) mit RID/ADR-Leckageplatz eingerichtet und weist Anschlüsse für temperaturgeführte Ladeeinheiten auf.


Werden am Containerbahnhof gefährliche Güter umgeschlagen?

Ja. Im Containerbahnhof werden auch gefährliche Güter umgeschlagen. Die neue Anlage ist dafür mit höchsten Schutzvorrichtungen ausgerichtet.


Welche Brand- und Katastrophenschutzkonzepte gibt es für das Terminal?

Für den Containerbahnhof wird in den nächsten Arbeitsschritten ein Brand- und Katastrophenschutzkonzept erstellt.  


Welche Güterströme wird das GVZ Region Augsburg hauptsächlich abwickeln?

Regionale Verlader aus den Kernbrachen der Region werden den Containerbahnhof am meisten nutzen.

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Mit wieviel zusätzlichem Verkehrsaukommen wird auf der GVZ-Fläche gerechnet und wie wird der Verkehr gesteuert?

Das GVZ Region Augsburg hat als Ziel, bis zur Inbetriebnahme des Containerbahnhofs ein modern gestaltetes Wegleitsystem zu installieren, um so die zusätzlichen Fahrverkehre zu lenken. Durch die unmittelbare Anbindung an die Fernverkehrsstraßen (B17 und A8) sind auch keine zusätzlichen Verkehre in Wohngebieten zu befürchten.


Welche Park- und Puffermöglichkeiten für an- und abfahrende Fahrzeuge sind geplant?

Der Containerbahnhof bietet im südwestlichen Bereich ausreichend sog. Stauflächen.


Welche Serviceangebote für Fahrer wird es im GVZ geben?

Mit dem dichten Netz der Containerbahnhöfe - gerade im süddeutschen Raum - können Vor- und Nachlaufverkehre, als die Hol- und Bringdienste der Container, gut tagsüber erfolgen. Damit entfallen in aller Regel Übernachtungen der Fahrer. Unabhängig davon soll ein Hotel im GVZ entstehen. Auch für parkierende Fahrzeuge und Verpflegung möchte das GVZ Region Augsburg mit entsprechenden Flächenangeboten Investoren gewinnen.


Wie sind die Betriebszeiten des Containerbahnhofs?

In aller Regel arbeitet der Containerbahnhof tagsüber, wobei sich die Öffnungszeiten an den Anforderungen der Verlader orientieren. In Ausnahmefällen können Container auch nachts angeliefert oder abgeholt werden.


Welche Zugverbindungen bietet der Containerbahnhof?

Geplant sind Verkehre in die nördlichen Seehäfen. Ebenfalls angedacht sind alpenquerende Verkehre in Richtung Italien.


Wie ist der Containerbahnhof in das nationale / internationale Netz eingebettet?

Augsburg bietet optimalen Zugang zu den wichtigsten Transeuropäischen Verkehrsnetzen (TEN-V). Damit bestehen Verbindungen zu allen großen europäischen Seehäfen und auch viele andere der insgesamt über 30 Güterverkehrszentren und Containerbahnhöfe.


Warum braucht es zwischen Ulm und München einen zusätzlichen Umschlagsbahnhof?

Immer mehr Unternehmen erkennen die Vorteile des kombinierten Verkehrs, also den Transport auf der Schiene. Dies führt einerseits zu Entlastungen der ohnehin vollen Straßen, andererseits aber auch zur Notwendigkeit neuer Containerbahnhöfe. Die Bahnhöfe in München, Nürnberg, Landshut und Ulm sind an der Kapazitätsgrenze angelangt.


Wer ist Ansprechpartner für den Containerbahnhof?

Die Terminalinvestitionsgesellschaft Augsburg mbH (TIA) ist für die Planung und den Bau der Anlage zuständig. Ansprechpartner ist Geschäftsführer Andreas Schulz.


Welche messbaren Vorteile hat die Region Augsburg durch den Bau eines Containerbahnhofes?

Für die starke Wirtschaft der Region und bei steigendem Bewusstsein für Nachhaltigkeit ist ein leistungsfähiger Containerbahnhof ein wichtiger Infrastrukturbaustein.


Wie viele Arbeitsplätze entstehen direkt durch den Containerbahnhof?

15-25 direkte Arbeitsplätze im Containerbahnhof


Welche Firmen werden sich rund um den Containerbahnhof ansiedeln?

Derzeit lässt das GVZ Region Augsburg analysieren, welche Unternehmen den Standort optimal ergänzen könnten.


Welche Flächen sind im Moment noch übrig im GVZ?

Auf der Webseite www.gvz-augsburg.de können immer die aktuellen Flächenangebote abgerufen werden


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