160 Schüler beim Tag der Logistik im GVZ Region Augsburg

Am Actros befestigte Trassier-Bänder und Pylonen zeigten den Kindern, wie groß die Bereiche sind, in denen sie für Fahrer von Lkw und Bussen unsichtbar sind.
Die Ladefläche des Aufliegers verwandelte sich am Tag der Logistik in ein Klassenzimmer. Markus Babel, DEKRA Akademie, erklärt im Auflieger von DB Schenker die toten Winkel.
Der Lehrerin Grimassen schneiden, das geht nur im toten Winkel. Da sieht sie es nicht.

Blickkontakt zum Fahrer ist wichtig. Wer den nicht hat, steht im toten Winkel. Am bundesweiten Tag der Logistik sorgte die Aktion „Raus aus dem toten Winkel“ bei acht Schulklassen für einige Aha-Effekte. Das GVZ Region Augsburg hat die Aktion in Kooperation mit der DEKRA Akademie, dem Mercedes-Benz Nutzfahrzeug-Zentrum und DB Schenker organisiert.

„Der ist ja riesig!“, bestaunte einer der Schüler den neuen weißen Actros von Mercedes-Benz mit DB Schenker Auflieger. Im Dreiviertelstunden-takt bestiegen am Donnerstagvormittag insgesamt 160 zehn- bis zwölfjährige Schüler die Ladefläche des 40-Tonner-Sattelzuges. Mit Schnur und Stift entdeckten sie am Flipchart, unter Anleitung von DEKRA-Trainer Markus Babel, vier wichtige tote Winkel erst in der Theorie und anschließend in der Praxis.

„Jasmin? Raffi? Wo sind die denn alle?!“, verfolgten die Kinder am Steuer des Lkw mit konzentriertem Blick in die Außenspiegel, wie ihre Schulkameraden rund um den Sattelzug in den toten Winkeln verschwanden. Für viele war überraschend, wie groß der Bereich an der Längsseite ist und wie viele Kinder hinter der A-Säule verschwinden können. Auf dem Fahrersitz erlebten sie selbst, wie gefährlich die Stellen vor dem Kühlergrill oder direkt neben der Beifahrertür sind.

„Auch mit „Totwinkel-Spiegel“ sieht ein Lkw-Fahrer große Bereiche vor, hinter und neben dem Fahrzeug nicht“, sagt Thomas Maucher, Leiter des Mercedes-Benz Nutzfahrzeug-Zentrums im GVZ. „Für Radfahrer und insbesondere Kinder ist das besonders gefährlich.“ Die Fehleinschätzung des toten Winkels macht 14 % der tödlichen Unfälle aus. Das bestätigt ein Gutachten der LMU München für die BG Verkehr: (Berufsgenossenschaft für Transportwesen und Verkehrssicherheit).

„Der Verkehr ist Teil der Logistik und die Logistik ist ein Teil unseres Alltags. Für mehr Einblick in diese Branche öffnen wir bereits zum sechsten Mal in Kooperation mit den ansässigen Firmen das GVZ Region Augsburg für die breite Öffentlichkeit“, sagt Ralf Schmidtmann, der sich als Geschäftsführer der GVZ-Entwicklungsmaßnahmen GmbH besonders über die konzertierte Aktion mit Mercedes-Benz und DB Schenker sowie die Unterstützung der Dekra Akademie freut.
 

Kontakt

0821 324-3021

Ansprechpartner

Ralf Schmidtmann
GVZ Entwicklungs-
maßnahmen GmbH
Telefon: 0821-324-3021
E-Mail: gvz@augsburg.de